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DIE HUREN BABYLONS

DIE HUREN BABYLONS

(DER KLEINE MARTIN WILL AUS DER HÖLLE AUS DEM SPIELEPARADIES ABGEHOLT WERDEN)

2017

Verschiedene Materialien

ca. 20 x 80 x 20 cm

 

Die Hure Babylon als Sinnbild verderbter weltlicher Macht kombiniert die Elemente des Untiers, Höllentiers mit dem der Buhlerin bzw. Hure.
Diese Identifikation von Verderbtheit und Sünde mit Weiblichkeit, reduziert aufs Körperliche funktioniert im christlichen Kontext auch deshalb so gut, weil die Idee der Erbsünde und der ersten „Sünderin“, Eva, hier genutzt werden kann.
Im Hexenglauben der Lutherzeit lebt diese (Bild)tradition fort, fällt auf fruchtbaren Boden.
Für Luther selbst ist „Hurerei“ immer auch „Abgötterei“ und umgekehrt.

„Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie richten viel Schaden an.“
(Martin Luther, Predigt von 1526, Weimarer Ausgabe 16, S. 551)